Aussergewöhnliche Ereignisse erfordern aussergewöhnliche Locations – das 10. CUREMalumni Ski-Wochenende fand vom 16. bis 18. März 2018 im verschneiten Sils Maria statt. Gut 40 CUREMalumni / RICS Mitglieder versammelten sich im ehrwürdigen Hotel Waldhaus, das im 2018 auch ein Jubiläum, sein 110-jähriges Bestehen, feiert. Denn am 15. Juni 1908 war es soweit: Gigers Hotel Waldhaus öffnete seine Hoteltüren für die erste Sommersaison. Dies war der Startschuss für eine bewegte, faszinierende wie erfolgreiche Hotelgeschichte.

Der Erbauer Josef Giger, ein gestandener – er war bei der Eröffnung bereits 61 Jahre alt – und erfahrener Hotelier wollte es anfangs des 20. Jahrhunderts nochmals wissen. Mit all seiner Erfahrung und seinem Wissen wollte er „alles richtig machen“ in der Realisierung seines Hoteltraumes und erbaute sich so sein eigenes Traumhotel. Nichts wurde dem Zufall überlassen: von der Standortwahl (erhöht über Sils mit freiem Ausblick nach allen vier Seiten), über die Architektur (mit Karl Koller war quasi der damalige „Star-Architekt“ für Hotelbauten engagiert) und über die Innenarchitektur (J. Giger kümmerte sich um viele Details persönlich) bis zum Personal, wie „das Reglement für Zimmermädchen von Josef Giger-Nigg“ zeigte.

Josef Giger wollte ein Hotel, das auch „seine Kinder ernähren soll.“ Er dachte beim Bau also schon an die nächste Generation; und die Waldhaus-Generationen kamen. Im Sommer 2010 fand die Stabübergabe an die fünfte Generation, an die Brüder Claudio und Patrick Dietrich, statt. Und die sechste – noch sehr junge – Generation ist auch schon da.

Urs Kienberger, ein Vertreter der vierten Generation, warf in seiner Präsentation weitere Streiflichter auf die Hotelgeschichte und verglich insbesondere die Kostenstrukturen von heute mit denjenigen zur Gründerzeit. Als einen wichtigen Erfolgsfaktor dieses aussergewöhnlichen Hauses sieht er die Unabhängigkeit – sowohl von Geldgebern als auch im Management. So ist das Hotel Waldhaus seit über 100 Jahren im Familienbesitz und hat während dieser ganzen Zeit noch keinen „fremden“ Hoteldirektor gesehen.

Der Hotelbetrieb ist Familiensache – „a family affair since 1908“.

So war es nur „logisch“, dass Urs Kienberger und seine Schwester Maria Dietrich-Kienberger durchs Hotel führten und dabei auf viele der Details hinwiesen und den heutigen Betrieb erläuterten. Die Wichtigkeit eines ständigen Austarierens zwischen Tradition und Innovation zeigt sich auch in den verschiedenen Um- und Anbauten – insbesondere auch in der 2016 eröffneten Wellness-Anlage des Architekturbüros Miller & Maranta.

Wellness, gutes Essen, erlesene Weine, mehr oder weniger (Nebel und Schneefall) rasante Ski- und Snowboard-Abfahrten am Corvatsch, Après-Ski, Winterwanderung ins Fextal bis zum Nightlife in St. Moritz – Austausch, Freude und Unterhaltung garantiert – wie immer beim CUREMalumni Ski-Wochenende. Die Tradition geht auch hier weiter – see you next year!